4. Januar 2019

World Usability Day Hamburg 2018

Am 8. November dieses Jahres fand der World Usability Day (WUDHH) an der Hochschule für angewandte Künste (HAW) in Hamburg statt. Bereits seit 2007 organisiert eparo, eine UX-Agentur für die Entwicklung und Testing von digitalen Produkten und Services, in Kooperation mit dem Department Information der HAW Hamburg den WUDHH, zu dem dieses Jahr mehr als 700 Teilnehmer kamen. Unter den Teilnehmern fanden sich vor allem UX- und Usability-Professionals aus Agenturen, Unternehmen sowie Studierende verschiedener Fachrichtungen.

Zum diesjährigen Schwerpunktthema „Design for Good or Evil“ gab es neben elf Vorträgen und einer Podiumsdiskussion auch sechs kostenlose Workshops, zu denen man sich im Vorfeld anmelden konnte. Da mehrere Vorträge sowie Workshops zeitgleich stattfanden, musste man sich im Vorfeld gut informieren, welche Themen einen interessieren.

Wir hatten Zeit, den Tag mit einem Workshop zu starten, der unter dem Titel „Fail for good“ stattfand. Der Name war Programm: in Gruppen von bis zu vier Personen entwickelten wir Produkte mal anders - nämlich mit dem Fokus darauf, ein Produkt so schlecht wie möglich zu konzipieren. Der Workshop hat nicht nur Spaß gebracht, sondern man ist am Ende auch mit einer spannenden neuen Methodik des User Journey Mappings rausgegangen, die bei dem ein oder anderen nächsten Projekt Anwendung finden wird. Im Anschluss haben wir uns den Vortrag „Kleine Touchscreens unter genauer Beobachtung – Mobile Usability-Tests mit Eyetracking testen“ angehört. Hier wurde ein neues Verfahren bzw. eine neue Software vorgestellt, die das Eyetracking für Mobilgeräte vereinfachen und verbessern soll – eine Cloudlösung mit Simulation am Tablet. Ein weiterer spannender Vortrag war „Zwischen Flow und Manipulation: Produkt-Design mit neuro-psychologischen Prinzipien“. Dieser Vortrag zielte insbesondere auf das Schwerpunktthema des WUDHH ab. Philipp Spreer stellte in mehreren Folien Methoden vor, welche sich die Intuition und den Instinkt des Menschen mit sogenannten Behavior Patterns zu Nutze macht, und hinterfragt, welche Art der Nutzung „good or bad“ ist.

Den Abschluss des Tages machte der Vortrag „Datenschutz als User Experience“. Sprecher Sebastian Greger erörterte die Grundkonzepte von Datenschutz-UX und, wie mit dem Handwerkszeug des Designers auf neue Anforderungen, vor allem aber auf die Erwartungen immer datenschutzbewussterer Nutzer reagiert werden kann. Mehr Transparenz, Ehrlichkeit und keine bösen Überraschungen waren unter anderem Stichpunkte von Greger, die Teil einer guten UX im Datenschutz sein sollten.

Rundum wurden beim WUDHH viele verschiedene und interessante Themen aufgegriffen, sodass die Veranstaltung definitiv einen Besuch wert war!

Material zu Vorträgen und Workshops findet ihr unter: http://wudhh.de/programm-2018

 

Anne - Trainee UX-Design im Neptun