24. Juli 2020

Kampfgeist und agiles Arbeiten? Scrum machts möglich!

Was bei Rugbyfans die Herzen höherschlagen lässt, ist mittlerweile auch im Projektmanagement ein gängiger Begriff geworden. Denn Scrum ist nicht nur in der Sportart Rugby eine bekannte Variante, um nach Regelverstößen ein Spiel neu zu starten, sondern ebenfalls eine bei deepblue angewandte Methode des agilen Projektmanagements. Diese Methode wird vor allem bei uns im Planet Mars angewendet, der sich hauptsächlich mit der Entwicklung von Apps befasst und es somit auch einigen Azubis und  dualen Studenten ermöglichen konnte, Teil eines Scrum Teams zu werden und mitzuerleben, was agiles Projektmanagement wirklich ist.

Anstelle von einer Grundidee auszugehen und ein Projekt von Anfang bis Ende durchzuplanen, wird bei dem Scrum ein offener und fortlaufender Arbeitsprozess beschrieben, bei dem ein festes Team an einem Produkt arbeitet und im Verlauf neue Funktionalitäten entwickelt und designt. Bei dieser Art von Projektmanagement, wird in sogenannten Sprints gearbeitet, die je nach Team zwischen ein bis vier Wochen dauern können. Innerhalb eines Sprints stehen mehrere Regeltermine an. Jeder Sprint beginnt mit einem gemeinsamen Planning, in dem das Team zusammen die Aufgaben und den darauffolgenden Sprint bespricht und plant. Nachdem feststeht was gemacht wird, spielt man Poker. Jedes Team Mitglied verfügt über ein verdecktes Planning Kartendeck mit Fibbonaci Zahlen. Damit wird nun jede Aufgabe nach seiner Komplexität eingeschätzt. Jeder hebt eine Karte seines geschätzten Aufwands, wonach sich demokratisch auf die meist gewählte Zahl geeinigt wird.

Wenn alle Aufgaben mit ihren Aufwänden geschätzt sind, beginnt der Sprint. Das Team versammelt sich nun jeden Tag, um zu besprechen, was gestern geschafft wurde und was heute noch an Aufgaben ansteht. Auf diese Weise können Schwierigkeiten oder Komplikationen erkannt und beseitigt werden. Jeder Sprint endet dann mit einem abschließenden “Review“. In diesem werden dem Kunden die erarbeiteten Features des letzten Sprints vorstellt. Bereits veröffentlichte Ergebnisse können dem Kunden auch direkt auf der Testumgebung vorgestellt werden. Nach jedem Sprint, werden diese Features dann ebenfalls ins Produkt integriert, sodass auch User diese nutzen können.

Im Gegensatz zum normalen, klassischen Projektmanagement interessiert sich Scrum auch für die stetige Optimierung eines Prozesses. Deshalb wird nach jedem Sprint im Team besprochen, was bereits gut gelaufen ist und was noch verbesserungsfähig bleibt. Daraus entstehen sogenannte „Action Items“, welche dann in den kommenden Sprints umgesetzt werden. Insgesamt ist Scrum eine gute Methode für Beginner, um ins agile Projektmanagement einzusteigen. Es bietet einen strukturierten Ablauf und ein spannendes Rahmenwerk zum Arbeiten.

 

Talents - Hanne, Anna S. & Conrad