8. November 2019

Innovators Club

Wer und was ist deepblue? Man könnte fast meinen, es ist ein Netz aus Teams, Clubs, Blogs und anderweitigen Zusammenschlüssen, die alle unter einem Dach vereint sind. Viele Bereiche mit vielen Möglichkeiten, wo für jeden etwas dabei ist oder zumindest dabei sein sollte.
Das Thema heute? Ein Club, der dazu beiträgt, dass deepblue auch Das Kreative Haus genannt wird.

Einige haben bereits von ihm gehört, sind Mitglied oder wollen es werden. Oder manche haben vielleicht auch noch gar keine Ahnung, worum es sich bei diesem Club handelt.
Keine Sorge, wir haben die Infos.

Ladies and Gentlemen, we would like to present you…

                         …The Innovators Club…

Wir haben Fragen an eines der Gründungsmitglieder, Eric Spyra, gestellt, um auch ganz genau zu wissen, mit was wir es hier zu tun haben.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen des folgenden Interviews!

Anna: Von wem kommt der Innovators Club?

Eric: Die Idee stammt ursprünglich von Lasse, dem Teamleiter aus dem Mars. Die grobe Konzeption        des Clubs fing vor knapp drei Jahren an. Seit Dezember 2018 wurde ein Grundstamm an Mitgliedern von Lasse und Stefan für das potentielle Team ausgesucht. Dabei wurde darauf geachtet, das verschiedene Disziplinen vertreten sind, also zum Beispiel nicht nur Kreative oder nur Berater, sondern ein breites Feld an Kräften. Dazu muss gesagt werden, dass die meisten sich auf dem Junior Level befinden, auch Duale Studenten und Talents sind dabei.

Anna: Heißt das, dass die jetzigen und zukünftigen Mitglieder nur aus Talents und Juniors bestehen (werden), vergleichsweise wie beim Talents Blog?

Eric: So gesehen nein. Es ist nur so, dass die meisten Mitarbeiter auf dem Senior Level ein breiteres Aufgabenspektrum bedienen müssen und sich abseits ihrer täglichen Aufgaben nur schwierig solchen Themen widmen können. Das ist bei Junioren noch anders. Sie haben häufiger die Möglichkeit, noch etwas dazwischenzuschieben.

Anna: Verständlich. Wie viele seid ihr aktuell und was ist der Innovators Club denn überhaupt genau?

Eric: Momentan bestehen wir aus zehn Mitgliedern. Wir konzentrieren uns auf Trends und Ideen, welche man als zusätzlichen Aspekt in Kundenprojekte einfließen lassen könnte. Diese Trends und Ideen werden von unserem Team gesammelt, bewertet und geclustert. So ist es zugleich auch ein positives Feature für uns als Mitarbeiter, um neben dem daily Business mit Tagen voller Terminen und Projektverpflichtungen in einem anderen und etwas kreativeren Bereich mitzuwirken.

Anna: Was ist unter der Aussage zu verstehen „wir sammeln, bewerten und clustern Trends“?

Eric: Wir haben ein Set an Quellen, wo wir Cases aufschnappen. Auf Seiten wie Trend Explorer und TechCrunch suchen wir nach aktuellen Trends oder auch Startups, welche sinnvolle Trendsignale darstellen. Wenn wir selber etwas interessant finden, bringen wir das mit ins Meeting. Soviel zum „Sammeln“, oder auch „Sourcing“. Der nächste Schritt ist dann das Bewerten bzw. Voting, wo jeder seine Ideen vorstellt, die dann mit einem Bild und Info-Text in Confluence abgelegt werden. Wenn diese Grundlage einmal besteht, fangen wir an zu clustern. Das heißt, dass wir Trendsignale in einem Cluster zusammenfassen, wenn uns auffällt, dass diese thematisch verwandt sind.

Anna: Gibt es denn bis jetzt schon Fälle, wo diese Trends an einen Kunden gelangt sind?

Eric: Ja, gibt es. Wir hatten zum Beispiel ein Trendcluster namens „To do good“, indem es darum geht, dass Unternehmen oder Marken gesellschaftliche Probleme aufgreifen und in ihr Geschäft mit einbinden. Das heißt, dass zum Beispiel ein Unternehmen für Menschen mit Behinderung, behindertengerechte Kleidung produziert, damit kein Nachteil für sie in Sachen Mode entsteht.

Anna: Und inwiefern habt ihr dieses Cluster auf die Kunden von deepblue angewendet?

Eric: Wir haben mehrere Unternehmen rausgesucht und überlegt, welche Ideen bezüglich des Themas „To do good“ zu ihnen passen könnten.
Am besten hat uns dann die Idee, die wir für den Kunden Otelo hatten, gefallen. Wir haben uns überlegt, wie Otelo als Mobilfunkanbieter ein soziales Problem aufgreifen könnte. Es kam zu dem Gedanken, dass Leute mit einem otelo-Vertrag ihr übergebliebenes Datenvolumen am Ende des Monats spenden können - für Leute, die es dringender benötigen.
Die Rede war von einem „Pool“, wo die gespendeten Volumina gesammelt werden und dann an Hilfsorganisationen weitergegeben werden. Wir haben mehrere Artikel dazu gefunden, die den „Need“ für so etwas belegen. Beispielsweise haben Flüchtlingsunterkünfte einen vergleichsweise sehr hohen Datendurchsatz, was total nachvollziehbar ist. Mit unserer Idee könnte man solchen Problemen begegnen.

Anna: Klingt sehr cool! Hat Otelo dieses Konzept denn übernommen?

Eric: Wir haben diese Idee präsentiert, als der Kunde im Haus war. Sie kam gut an und wurde auch weitergetragen. Wie es jetzt vor Ort tatsächlich behandelt wurde, müsste nochmal nachgefasst werden. Es muss dazu aber auch gesagt sein, dass die Arbeit des Innovators Club dort aufhört, wo eine Idee an ein Projektteam weitergegeben wird, die diese feinschleift und auf den Kunden anpasst. Wir stehen sonst da für Rückfragen zur Entwicklung der Idee zur Verfügung.

Anna: Warum sollte man dem Innovators Club beitreten?

Eric: Man bekommt einfach die Möglichkeit, etwas über den eigenen Horizont hinauszugucken. Ich bin Berater und im Innovators Club wendet man unter anderem viele Dinge aus dem Kreativstudiengang an. Sowas wie Design-Thinking ist immer gefragt. Man kann die Gedanken schweifen lassen, unabhängig von jeglichen Grenzen eines Projekts und es macht auch einfach Bock, sich verrückte Ideen auszudenken. Zudem ist es ein nettes Beieinander im Team, alles komplett ungezwungen und gechillt.

Anna: Und wie kann man dem Club beitreten?

Eric: Ein Konzept, welches wir uns überlegt haben ist, dass alle sechs Monate die Mitglieder mal durchgetauscht werden. So steht die Chance, dabei sein zu können, für alle offen. Mitglieder schlagen dann oft auch eine Person vor, die ihren Platz einnehmen könnte. Sonst ist es aber auch möglich, einfach jemanden aus dem Team anzusprechen, wenn man dabei sein möchte.

Anna: Klingt alles sehr gut und vielversprechend! Danke für das Interview.

Anna - Duale Studentin Beratung