25. Mai 2018

Immer mal was neues – Design Thinking mit AINO

In den 3 Semestern dualen Studiums, die ich mittlerweile auf dem Kerbholz habe, gab es ein paar unerwartet spannende Möglichkeiten mich auszuprobieren und dabei neue Player in der Medienlandschaft kennenzulernen – nicht nur im bewegten Agenturalltag, sondern auch im Unileben.

Eine solche Gelegenheit war das Projekt “Startup Innovations – Design Thinking mit AINO”. Dieses Projekt fällt in den Wahlpflicht-Bereich meines dualen Studiums. In diesem Fall handelte es sich nicht um eine reine Uni-Veranstaltung, sondern das ganze fand im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Startup AINO statt. AINO ist die Weiterentwicklung der „Heute in Hamburg“-App mit liebevoll recherchierten Tagestipps, Deals, Artikeln u.v.m.

Ziel des Projektes war es Ideen zu entwickeln, wie man zusätzlich zum Kernthema „Freizeit“, auch die Themen „Job“ und „Karriere“ in die App AINO integrieren kann. In drei festen Gruppen haben wir über einen Zeitraum von acht Wochen an der Aufgabenstellung gearbeitet. Jede Woche haben wir einen Termin angesetzt – zum Brainstorming und Entwickeln unserer Ideen in der Uni – sowie drei Präsentationstermine im AINO-Office.

Als Einführung in die Themen haben wir gemeinsam mit dem HSBA Professor Goetz Greve einen Blick auf die deutsche Startup-Landschaft geworfen. Besonders interessant waren für uns die Abläufe und Herausforderungen der Unternehmensgründung in der digitalen Wirtschaft. So haben wir zum Beispiel über innovative Finanzierungsquellen auch abseits der üblichen Pfade gesprochen und darüber warum eigentlich so wenige Frauen in Deutschland Unternehmen gründen.

Um gut gerüstet in unser Projekt starten zu können, haben wir verschiedene Kreativitätstechniken kennengelernt, von denen eine auch direkt bei der Ideenfindung und -Entwicklung zum Einsatz kam – die Methode des Design Thinking.

Design Thinking ist ein Prozess zur Förderung kreativer Ideen um komplexe Probleme anzugehen. Die Methode fokussiert sich besonders darauf nutzerorientierte Innovationen hervorzubringen.

Der Design Thinking Prozess besteht aus 6 wesentlichen Schritten, die sich in Schleifen wiederholen – so lange bis eine optimale Lösung im Sinne des Nutzers entsteht.

  1. Verstehen des Problems und formulieren einer Fragestellung
  2. Beobachten der Rahmenbedingungen (Recherche, Feldarbeit), definieren des Status quo
  3. Herunterbrechen der gewonnenen Erkenntnisse auf den prototypischen Nutzer (Persona)
  4. Brainstorming zur Entwicklung und Visualisierung verschiedener Ideen
  5. Prototypen (einfach und aufwandsarm) zum Veranschaulichen der Ideen und Testen an der Zielgruppe
  6. Verfeinern auf Basis des Feedbacks der Zielgruppentests – es wird wieder in die vorherigen Stufen eingestiegen und weiter an den Ideen gearbeitet.

Mit Hilfe dieser Schritte kommt man in mehreren Runden aus Entwicklung, Feedback, Weiterentwicklung und neuem Feedback, dem “perfekten” Produkt näher.

Bei den Terminen im AINO-Office haben wir unsere Konzepte sowie erste Prototypen in Form von Mockups und Skizzen vorgestellt und Feedback eingeholt, mit dem wir dann wieder in den Design Thinking Prozess eingestiegen sind. Durch die regelmäßigen Rückmeldungen konnten wir unsere Vorschläge viel näher an den Anforderungen ausrichten, als es bei nur einer großen Abschlusspräsentation möglich gewesen wäre. Und die Methode hat sich für uns als sehr effektiv herausgestellt, denn man konnte wirklich feststellen, dass die Ideen bei jeder Präsentation ausgereifter und passgenauer wurden.

Aus dem finalen Termin sind wir mit sehr gutem Feedback gegangen – und vor allem mit dem Gefühl für das Startup AINO etwas Sinnvolles beigetragen zu haben. Das Team von AINO hat aus dem Projekt tatsächlich einige Ideen und Anregungen mitgenommen, von denen wir die ein oder andere auch schon in der AINO-App entdecken konnten.

Mein dickes Dankeschön an AINO, die HSBA und dbn – vielleicht ergibt sich ja für die nächsten HSBA-Jahrgänge die Möglichkeit das ganze weiterzuverfolgen!