22. November 2019

Ideation Session No. 1 – Kreativ kann jeder!

Ideation Session – so lautete sowohl das Motto als auch der Betreff der Einladungsmail für diesen Dienstagabend. Hört sich cool und total interessant an, oder nicht? Um aber einmal ehrlich zu sein, hat mir diese Kombination aus englischen Begriffen zunächst herzlich wenig gesagt. Die E-Mail kam von Laura, einem Mitglied aus dem hauseigenen Innovators Club. Alle Mitarbeiter - von Talent bis Vorstand – waren eingeladen, um zum gemeinsamen Brainstormen und Kreativ-werden in die Bar im Team Saturn zusammen zu kommen. Was genau der Innovators Club ist, könnt ihr hier nachlesen. Grob zusammengefasst handelt es sich um ein kleines internes Team, welches sich neben dem Arbeitsalltag noch stärker kreativ betätigen will. Der Club konzentriert sich auf Trends und Ideen, die dann in Kundenprojekte einfließen können.

An diesem Dienstag wurden mit Hilfe von Helens selbst entwickelten Kreativtechniken in lockerer Atmosphäre Ideen für einen realen Pitch für einen Neukunden kreiert. Wir haben mit drei Techniken aus einem Kreativitätsmethoden-Set gearbeitet, das Helen in ihrem Studium mit drei anderen Studenten entwickelt hat. Das Ganze basiert auf einem wissenschaftlichen Prozess und hilft bei der strukturierten Entwicklung von kreativen Ideen. Es handelt sich um ein achtstufiges Prozessmodell der Kreativität, welches von Heinz Schuler und Yvonne Görlich ursprünglich für die Personalpsychologie entwickelt wurde. Das Besondere war, dass nicht nur die Kreation, sondern auch die Beratung, IT und Entwickler ihren Ideen für drei entspannte Stunden freien Lauf lassen konnten. Pizza, Snacks, Bier und Wein als Nervennahrung durften an diesem Abend natürlich auch nicht fehlen.

Begonnen hat der Abend mit zwei kurzen „Icebreakern“, die das Teamgefühl stärkten und auch nachweislich zu mehr Kreativität beitragen. Ein „Icebreaker“ war, sich innerhalb der gelosten Gruppen gegenseitig kurze Geschichten über sich selbst zu erzählen. Sie sollten eine Verbindung mit einem Gegenstand im Raum aufweisen. Nachdem die Stimmung nun mehr als aufgelockert war, konnten wir richtig loslegen.

Wir haben mit der Problementdeckung angefangen, in der wir die Aufgabenstellung genauer definiert haben. Zu Beginn haben wir Möglichkeiten gesammelt, wie sich die Zielgruppe der „Millennials“ heutzutage ausdrückt und ihre Statements setzt. Dafür diente eine Schlagwortwolke mit ersten Assoziationen.

Danach sind wir zur Ideenfindung gesprungen, in der wir eine Zeichenmethode angewendet haben. Dabei war das Ziel, möglichst viele Lösungen für die Aufgabenstellung zu finden. Als Letztes haben wir unsere Ideen bewertet, um die “Top-Ideen” zu identifizieren. Dann präsentierten wir den anderen Gruppen unsere Ergebnisse in Form eines Mini-Pitches.

Insgesamt habe ich aus diesem Abend sehr viel mitnehmen können und bin vielleicht sogar ein kleines bisschen kreativer geworden. Besonders gut hat mir gefallen, dass alle Teams des Hauses mitarbeiten durften. Wie eine allgemeine Auffassung besagt, sei man entweder mit einer kreativen Ader geboren oder eben nicht. Allerdings hat dieser Dienstagabend gezeigt, dass auch in Bereichen wie IT einige sehr kreative Köpfe stecken. Jeder kann durch bestimmte Methoden und Tricks seine kreative Seite entdecken. Ein derartiges Event kann auch für zukünftige Pitches eine abwechslungsreiche Möglichkeit zur Ideenfindung sein.

Sarah - Praktikantin Beratung