9. November 2018

Giftspinnen statt Schietwetter – ein Auslandssemester in Australien

In diesem Jahr entschied ich mich, meine Lieblingsstadt Hamburg für ein paar Monate gegen eine ganz andere Umgebung einzutauschen: Australien! Für ein Semester wechselte ich Uni, Stadt, Kontinent und vor allem das Wetter und stürzte mich in mein kleines Abenteuer.
Da es netterweise die ersten drei Tage durchregnete, fühlte ich mich schnell heimisch. Aber es war dann doch schön, dass ich die letzten 3 Monate und 28 Tage Sonne pur genießen konnte.

Unterkunft: Ich hab in einem Studentenwohnheim gewohnt. Was erst mal cool klingt, hatte allerdings dann doch ein paar Mankos: Die Miete für mein bescheidenes 9m² Zimmer war so hoch wie für eine 40 m² Altbauwohnung in Winterhude. Einige Mitbewohner fanden, dass ein Waschbecken im Badezimmer der perfekte Ort wäre, um ihre Krabben zu puhlen. Und die Küche mit über 1000 Studenten zu teilen, bezeichne ich als mein größtes Abenteuer während der gesamten 4 Monate. Trotzdem ist ein Wohnheim super, um ganz wundervolle Leute kennenzulernen.

Uni: Die University of Sydney ist die älteste Uni Australiens und zählt landesweit zu den acht besten Universitäten. Da der Campus unglaublich riesig ist, gibt es eine eigene App, um sich nicht zu verlaufen. Die Profs sind sehr speziell, aber meist witzig und kompetent und im Gegensatz zu 99 % der Australier habe ich keine Vorlesung ausgelassen (auch weil die Uni obszön teuer war). Das Beste ist aber, dass man sich wie in Hogwards fühlt, denn die alten Gebäude sehen nicht nur genauso aus wie die Bauten in den Harry-Potter-Filmen, sondern es gibt auch ein Quidditchteam.

Land und Leute: Die Landschaft ist genauso, wie man es von allen 18-jährigen Work-and- Travel-Lisas bereits gehört hat: atemberaubend. Es gibt die schönsten Strände der Welt, die so einsam sind, als hätte sie noch niemand entdeckt. Gäbe es so einen Strand in Deutschland, wäre dieser überfüllter als die Lübecker Bucht bei 20 Grad und keinem Regen. Es gibt heiße Wüsten, schneeüberzogene Berge, Regenwälder mit  wunderschönen Wasserfällen und – mein persönliches Highlight – die Korallenriffe. Auch Sydney als Stadt hat so unterschiedliche Facetten, das man sich wie in New York, Hong Kong oder Texas fühlen kann und dennoch hat die Stadt ihr ganz eigenes Flair. Da Australier sich meist nicht in der von Touristen eingenommenen Stadt oder in Unis aufhalten, ist es schwer, welche zu finden. Hat man es aber geschafft, sie in die Finger zu bekommen, lassen sie dich nie wieder los und das meine ich nur positiv.

Alles in allem waren es aufregende und einzigartige Monate und ich würde es immer wieder genauso machen 🙂

 

Carina, Duale Studentin Beratung