8. Juli 2019

Forward Festival 2019 – deepblue war dabei und hat über Respekt gesprochen!

„Wir bauen Brücken zwischen Kreativen und Brands und schaffen Momente, die bleiben. […] Im Zentrum unserer Arbeit stehen inspirierende Begegnungen, Menschen und Geschichten. Das gilt für unser eigenes Festival, und das gilt in der Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Kunden. Wir glauben an die Kraft der Vernetzung, kulturellen Kontext und Erlebnisse von dauerhaftem Wert. Außerdem glauben wir an geilen Scheiß.“

Die Beschreibung der Gründer*innen des Forward Festivals ist wichtig, um zu verstehen, um was es hier eigentlich geht. Zwei Tage lang konnte man im Millerntor-Stadion des FC St. Pauli seinen kreativen Horizont erweitern. Ob Workshop oder Talk, die Bandbreite geht über soziale Themen bis hin zu technischem Design. Hier geht es um Awareness und Kultur in der Designbranche.

Auf dem Festival, das inzwischen zum zweiten Mal in Hamburg stattfindet und sonst auch in München, Wien und Zürich gastiert, reichen sich Designlegenden wie David Carson und Erik Spiekermann, das Mikrofon und plaudern aus dem Nähkästchen. Von der kreativen Revolution in den 80igern bis hin zu futuristischen Visionen, die uns die heutige Technologie ermöglichen wird.

Mirko Borsche erzählt von der Unterwanderung der Biennale in Venedig mit Bezug auf das Motto „Fake News In Digital Times“, in der sein Designstudio ein falsches Logo entwickelt und durch geschicktes Marketing den Glauben erweckt hat, es handle sich dabei um das Original.

Markus Lust, Head of Cultural Strategie von Vice/Virtue, hingegen erzählt in seinem Vortrag: „Towards a New Sincerity: Why irony in advertising (and pop culture) is dead and how it became cool to care”, wie sich die Gesellschaft weg von der Ironie, hin zur Harmonie entwickelt und wie das den Charakter des Vice-Magazins verändert.

Highlight aus unserer Sicht war aber der Vortrag unserer Kolleginnen Ayla und Isabelle, die für Ladies, Wine and Design zum Thema „Respekt in der User Experience“ sprechen durften. In dem Talk gab es spannende Insights, wie man sich im UX-Design & Writing mit dem dritten Geschlecht auseinandersetzen kann. Anhand eines fiktiven Online-Formulars wurde ein kleiner Einblick in die Umsetzungsmöglichkeiten dieser Thematik gegeben. Anstatt Mann oder Frau könne zum Beispiel auch ein drittes Feld integriert werden, in dem User frei angeben können, wie sie angesprochen werden möchten. Für viele der Zuhörenden war es bestimmt ein wichtiger Denkanstoß, um sich der Verantwortung zu stellen und Designs zu entwerfen, die inkludieren und nicht exkludieren.

Wir freuen uns, Teil dieses großartigen Festivals gewesen zu sein und sind schon gespannt auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.

 

Wer möchte kann sich hier das Feature Video des Festivals ansehen:

Ciao.

Simon - Azubi Beratung