17. Januar 2020

AFD Parteitag: Wir fordern BUNTE VIELFALT statt RECHTER EINFALT

Im Februar 2020 findet in Hamburg die Bürgerschaftswahl statt. Vorher stand der Parteitag der AFD an. Und dafür haben sie sich ausgerechnet unsere Berufsschule ausgesucht. Und das obwohl die nun eigentlich für ganz andere Werte steht als das Wahlprogramm der AFD. Da aber auch die Grünen ihren Parteitag in den Räumlichkeiten unserer Schule abhalten durften, entschied die Schulbehörde, dass die AFD das gleiche Recht hat.

Die Schulleitung war davon ganz und gar nicht begeistert. Somit wurde kurzerhand genau an diesem Freitag ein Schulfest angesetzt, welches die Vielfältigkeit und Einzigartigkeit unserer Schule in den Vordergrund stellen sollte. Auch wir Schüler konnten uns mit einbringen. In kleinen Gruppen haben wir zahlreiche Plakate gemalt, die ganz klar zeigen, was wir von der AFD halten.

Schon vorher wurde im Hamburger Abendblatt und auf Hamburg 1 von dem Schulfest berichtet und die zahlreichen Plakate und Banner gezeigt, die wir entwickelt haben. Über Love is Love, Rassismus Ade! Vielfalt Ole! und “Nazis essen auch nur Falafel” war alles dabei. Die ganze Schule wurde mit solchen Sprüchen plakatiert und überall waren Regenbogenfarben und Luftballons zu sehen, als wir am Freitag bei dem Schulfest ankamen.

Die Theatergruppe führte das Stück “Die Love Machine” auf, in dem es um das gemeinsame Anpacken, unabhängig von der Herkunft und dem Aussehen der Einzelnen ging. Es wurden Aufkleber mit Herzen verteilt und Waffeln in Regenbogenfarben verkauft. Viele beschrifteten ihre Helium Luftballons mit dem Spruch: “Vielfalt statt Einfalt” und ließen sie an die Mensadecke steigen.

Obwohl alles ganz friedlich verlief, rollten wegen der hohen Sicherheitseinstufung gegen 15 Uhr eine Menge Mannschaftswagen der Polizei auf den Schulhof. Das Schulfest wurde weiter gefeiert, bis die Schule schließlich geräumt wurde und sich die Antifa-Demo am Friedrichsberg langsam formierte.

Auch das Bündnis gegen Rechts demonstrierte abends vor der Schule. Die AFD war sichtlich unwillkommen und das ließen sie sowohl Schüler, Lehrer als auch das ganze Umfeld der Schule deutlich spüren. Wir sind stolz, Teil dieser Aktion gewesen zu sein und auf eine Schule zu gehen, die sich ganz klar für Vielfalt, gegen Rechts positioniert.

Hamburg 1 Beitrag

Fabienne und Alex - Azubis Beratung