6. Dezember 2019

Ab in die lebenswerteste Stadt der Welt.

Die Ausbildung neigt sich dem Ende zu. Die letzten großen Schulprojekte sind im vollen Gange. Der perfekte Zeitpunkt, um noch einmal dem Alltag zu entschwinden und mit der ganzen Klasse auf Reisen zu fahren.

Wie so üblich fährt man am Ende der Ausbildung mit der Berufsschule in eine der europäischen Metropolen. Für uns ging es in die lebenswerteste Stadt der Welt. Nicht Melbourne, nicht New York, nein, es ist Wien!

Für die meisten Nordlichter ein weißer Fleck auf der Landkarte. Für mich ist es mit meiner Herkunft aus München nicht ganz so weit an dem vorbei, was ich gewohnt bin. Die Leute sprechen mit Dialekt, Bier gibt es im halben Liter aufwärts und kulinarisch geht nichts über paniertes Fleisch mit Butterschmalz.

Da befinden wir uns nun im ICE, klimabewusst wie es unsere Generation ist. Zehn Stunden Fahrt von Hamburg nach Wien. Zeit, sich zu freuen, den kleinen Rucksack genommen zu haben und nicht den absurd riesigen Koffer für den zwei Wochen Pauschalurlaub auf Teneriffa. Die Zeit vergeht wie im Flug. (Haha, natürlich nicht. Wir sitzen im Zug.)

Angekommen in unserem Hotel nahe des Wiener Hauptbahnhofs geht es auch direkt zum Abendessen mit der gesamten Entourage. Gemäß den Strapazen einer langen Reise entscheiden sich alle Vernünftigen, die Nacht zum Schlafen zu nutzen. Nicht alle sind vernünftig.

Erste Station – Stadtführung. Die spanische Reitschule, beeindruckende Architektur, gespickt mit amüsanten Geschichten über das Kaiserleben und ein nicht enden wollender Regenguss bleiben im Gedächtnis.

Was wäre ein Besuch in Wien ohne Soulfood? Also geht’s „Zum alten Fassl“ – Schnitzel essen. Ehemals die Stammkneipe von Falco, der wohl größten Legende aus Österreich. Damit auch der perfekte Ort, um sich dieser Tradition hinzugeben.

Kurze Zeit später befinden wir uns fast wieder im beruflichen Alltag, denn es stehen Agenturbesuche an.

Erst zu Kununu, dann zu Jung von Matt. Es wird viel über Awards geredet und es gibt viele „Best Case Präsentationen“. Das Agenturleben in Österreich scheint anders als in Deutschland zu sein. Kleiner, intimer und lokaler. Eine Agentur mit über 100 Leuten ist dort schon extrem groß und eher eine Seltenheit.

Die Tage verfliegen, abends gibt es Bier in großen Gläsern und morgens ein „kontinentales“ Frühstück im Hotel.

Mein persönliches Highlight war der Besuch bei der Agentur Heimat. Dort wurden wir zu einer spannenden Diskussionsrunde rund um das Thema Werbung eingeladen. Sehr kritisch, sehr interessant.

Das Resultat der Woche: Spannende Gespräche, spannende Sprache, spannende Mitschüler und ein spannendes Land dieses Österreich.

Danke auch an das Bordbistro der Deutschen Bahn.

Servus.

Simon - Azubi Beratung